Elf neue Ehrenamtliche beim Hospizdienst Tobit

Meist langer Weg bis zur Entscheidung für ein solches Ehrenamt

Paderborn. Zehn Frauen und ein Mann haben nach einer rund 7-monatigen Ausbildung ihren Dienst beim Hospizdienst tobit angetreten. Tobit wird gemeinsam vom Paderborner Caritasverband und dem Brüderkrankenhaus St. Josef betrieben. Hausoberer Christoph Robrecht vom Brüderkrankenhaus und Hans-Werner Hüwel vom Caritasverband überreichten den Neuen ihre Zertifikate. Sie bekommen jetzt einen schwerkranken Patienten vermittelt, den sie über die nächste Zeit individuell zu Hause, in Pflegeeinrichtungen oder in der Klinik begleiten.

Für die meisten Ehrenamtlichen war es ein längerer Entscheidungsprozess, einen solchen Dienst als Begleiter für Schwerstkranke und Sterbende zu übernehmen und sich dazu ausbilden zu lassen. Häufig waren es auch eigene Erfahrungen mit dem Tod von Verwandten oder Bekannten, die die Begleiter animierten, sich Zeit für Menschen zu nehmen, die den letzten Weg gehen. Einige in der Gruppe waren nach der Erwerbsphase auf der Suche nach einer sinnvollen Beschäftigung und stießen so zu tobit, das von den zwei hauptamtlichen Koordinatorinnen Brigitte Badke und Ulrike Heinzen geleitet wird. Mit den rund 100 Stunden Ausbildung sei ihre Aufgabe aber nicht beendet, erzählt Heinzen. Sie und ihre Kollegin würden „ihre“ Ehrenamtlichen auch weiterhin kontinuierlich in regelmäßigen Gruppentreffen unterstützen und so den Rahmen für professionelle Hilfe bieten.

Inzwischen arbeiten rund 35 Ehrenamtliche bei der seit gut fünf Jahren bestehenden Einrichtung. Ein neuer Qualifizierungskurs für ehrenamtliche Mitarbeitende ist bereits für den kommenden Oktober vorgesehen. Dort sind noch einige Plätze frei. Nähere Info: www.hospizdienst-tobit.de.